| Das Preetzer Papiertheatertreffen ist die grösste internationale Zusammenkunft von Papiertheaterspielern in Europa. Es wurde 1988 aus der Taufe gehoben und findet seitdem alljährlich im September statt. |
Die Organisation liegt bei der örtlichen Volkshochschule, in deren Räumlichkeiten auch die Aufführungen stattfinden. Finanziert wird das Treffen aus Mitteln des Landes Schleswig-Holstein, des Kreises Plön und der Stadt Preetz sowie aus Eigeneinnahmen und Sponsorenmitteln.
Bisher waren Theater aus Dänemark, Schweden, England, Holland,
Frankreich und Deutschland vertreten. Fast 1000 Zuschauer jeden
Alters, Spieler, Sammler und Papiertheaterliebhaber kommen mittlerweile
zu den Treffen.
Die gezeigten Aufführungen sind in Genre und Spielweise sehr vielfältig:
Anliegen des Treffens ist es
Das Treffen lebt durch seine Vielfalt und seine besondere Atmosphäre,
die sich durch den engen Kontakt zwischen Spielern und Besuchern auszeichnet:
Man lässt sich hinter die Kulissen gucken, man fachsimpelt, man isst
gemeinsam im "Theater-Cafe" und lässt sich auf dem "Papiertheater-Markt"
anregen und beraten.
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| Das Papiertheater hat eine lange Tradition. Es ist schwierig ein genaues Entstehungsjahr der ersten Papiertheater zu nennen, aber in einigen europäischen Museen sind Papiertheater zu sehen, die bereits Ende des 18. Jahrhunderts hergestellt wurden. |
Mit Beginn des 19. Jahrhunderts begannen Bilderdruckereien in Europa Theaterbogen herauszugeben. Dabei liess man sich vom "richtigen Theater" inspirieren. Auf alten Figurenbogen kann man sogar Ähnlichkeiten mit Darstellern der damals bekannten Theaterstücke feststellen. Was lag da näher, als die ersten Papiertheatervorstellungen zu Kopien der aktuellen Aufführungen zu machen. Das Papiertheater fand schnell seine eigene und selbständige Ausdrucksform und verbreitete sich fast überall in Europa. Das erste komplette Papiertheaterstück mit Dekorationen, Figuren und Text erschien 1811 in England. Ca. 10 Jahre später wurden von deutschen Verlagen die ersten Theaterbogen herausgegeben; es folgten Verlage in Österreich, Spanien, Frankreich und Dänemark.
Nach dem ersten Weltkrieg stagnierte das Interesse, bis in den 60er Jahren Charme und Zauber des Papiertheaters wiederentdeckt wurden und die Spieler ihre Kenntnisse über dieses Jahrhunderte alte Hobby mit Beharrlichkeit weitergaben.
Heute wird an vielen Orten in Europa aktiv Papiertheater gespielt. In Deutschland und Dänemark beschäftigen sich Vereine mit den vielfältigen Möglichkeiten dieses Mediums.
In einer hektischen Zeit, in der Computer und Elektronik eine immer grössere Rolle spielen, ist das Papiertheater für viele Menschen eine willkommene Gelegenheit, sich vom Stress zu befreien und ihren "dramatischen Fähigkeiten" freien Lauf zu lassen.
Das jährliche Papiertheatertreffen in Preetz macht deutlich, dass
Nostalgie und Kreativität tausende von Menschen anzieht. Dies unterstreicht,
dass diese alte europäische Tradition es wert ist, lebendig gehalten
zu werden.
| In Preetz kommen zum einen die Stücke, der "klassischen" Papiertheater-Verfasser zur Aufführung. Autoren wie etwa Ernst Siewert, Inno Tallavania oder Adolf Völckers aus dem deutschsprachigen Raum oder der Däne Vilhelm Eriksen - |
Aber auch die grossen Namen sind mit ihren Werken vertreten:
Und dies ist nur eine Auswahl aus dem umfangreichen Programm der KLEINEN Theater.
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| Weitere Kontaktanschriften - für Papiertheater-Intereressierte sind: | |||
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